Wann endet Weihnachten? Termine von Dreikönig bis Lichtmess

22. April 2026

Maria Lichtmess markiert das Ende der Weihnachtszeit. Bis zum ersten Advent sind es noch 10 Monate.

Inhaltsverzeichnis

Wann der Baum weichen muss, hängt davon ab, ob man sich am Alltag, am Brauchtum oder am Kirchenjahr orientiert. Die Weihnachtszeit endet für viele Menschen am 6. Januar, liturgisch wird häufig der Sonntag danach als Abschluss gefeiert. Ich ordne die unterschiedlichen Termine ein und zeige, warum Mariä Lichtmess am 2. Februar trotzdem bis heute eine wichtige Rolle spielt.

Die wichtigsten Termine auf einen Blick

  • 6. Januar: Epiphanias oder Heilige Drei Könige markieren für viele den sichtbaren Abschluss der Weihnachtszeit.
  • Sonntag nach dem 6. Januar: In der römisch-katholischen Liturgie endet die Weihnachtszeit meist mit dem Fest der Taufe des Herrn.
  • 2. Februar: Mariä Lichtmess beziehungsweise Darstellung des Herrn ist der traditionelle und regional weiterhin gepflegte Endpunkt.
  • Im Alltag: Weihnachtsbaum und Dekoration werden häufig zwischen dem 6. und 13. Januar abgebaut.
  • Entscheidend: Es gibt keinen einzigen verbindlichen Termin für alle Familien, Gemeinden und Regionen.

Im Kirchenjahr endet Weihnachten nicht überall am selben Tag

Die kurze Antwort lautet: Meist endet die Weihnachtszeit am Sonntag nach dem 6. Januar, dem Fest der Taufe des Herrn. Dieser Sonntag kann je nach Kalender zwischen dem 7. und 13. Januar liegen. Für viele evangelische Gemeinden ist dagegen bereits Epiphanias am 6. Januar der wichtigste Abschluss des Weihnachtsfestes.

Die Unterschiede entstehen, weil mehrere Begriffe nebeneinanderstehen. Die eigentliche Weihnachtszeit, der Weihnachtsfestkreis und das volkstümliche Weihnachtsbrauchtum sind nicht völlig deckungsgleich. Ich finde diese Unterscheidung hilfreich, denn sie erklärt, warum eine Krippe in einer Kirche noch stehen kann, während der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer längst abgeschmückt ist.

Orientierung Üblicher Endpunkt Was damit gemeint ist
Privater Alltag Zwischen dem 1. und 7. Januar Der Baum und die Dekoration werden aus praktischen Gründen weggeräumt.
Heilige Drei Könige 6. Januar Epiphanias erinnert an die Erscheinung Christi und den Besuch der Sterndeuter.
Römisch-katholischer Kalender Sonntag nach dem 6. Januar Mit der Taufe des Herrn endet normalerweise die Weihnachtszeit.
Altes und regionales Brauchtum 2. Februar Das Fest Darstellung des Herrn, bekannt als Mariä Lichtmess, bildet den traditionellen Schlusspunkt.

Damit sind beide Antworten verbreitet und sachlich begründbar. Wer fragt, bis wann Weihnachten kirchlich gefeiert wird, sollte deshalb immer dazusagen, ob der heutige liturgische Kalender oder die ältere Tradition gemeint ist.

Warum der 6. Januar so wichtig ist

Der 6. Januar heißt in der evangelischen Tradition meist Epiphanias, in vielen Regionen Deutschlands auch Heilige Drei Könige. Das Wort Epiphanias bedeutet Erscheinung des Herrn. Im Mittelpunkt steht die Botschaft, dass Jesus nicht nur für eine bestimmte Gruppe, sondern für alle Menschen gekommen ist.

Die Erzählung von den Sterndeutern aus dem Morgenland macht diesen Gedanken anschaulich. Sie folgen einem Stern, bringen Gold, Weihrauch und Myrrhe und erkennen in dem Kind eine besondere Bedeutung. Genau deshalb stehen an diesem Tag vielerorts die Krippenfiguren der Weisen an der Krippe.

Auch die Sternsinger gehören zu diesem Fest. Kinder ziehen als Caspar, Melchior und Balthasar von Haus zu Haus, singen und sammeln Spenden für Menschen in Not. Der Brauch ist mehr als eine dekorative Verlängerung von Weihnachten, denn er verbindet Weihnachtsfreude mit gelebter Nächstenliebe.

In vielen Familien ist der 6. Januar deshalb der natürliche Zeitpunkt, die Weihnachtszeit zu beenden. Der Baum wird abgeschmückt, die Krippe eingepackt und die letzten Weihnachtskarten werden beantwortet. Meine Faustregel lautet trotzdem, den religiösen Charakter des Tages nicht auf einen bloßen Aufräumtermin zu reduzieren.

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Was Mariä Lichtmess noch nach Weihnachten klingt

Der 2. Februar liegt 40 Tage nach Weihnachten und wird heute offiziell als Darstellung des Herrn bezeichnet. Das Fest erinnert an die Darstellung des Jesuskindes im Tempel von Jerusalem. Im Lukasevangelium begegnet der greise Simeon dem Kind und erkennt in ihm das von Gott verheißene Heil.

Der Name Mariä Lichtmess kommt vom Brauch der Kerzenweihe und der Lichterprozession. Kerzen stehen dabei für Christus als Licht, das in die Welt kommt. Diese Symbolik erklärt auch, warum das Fest in dunklen Winterwochen eine besondere Wirkung entfaltet und in manchen Gemeinden bis heute feierlich begangen wird.

Historisch galt Lichtmess lange als offizielles Ende der Weihnachtszeit. Krippen und Christbäume blieben in vielen Kirchen und Häusern bis zum 2. Februar stehen. In Teilen Bayerns, Sachsens und des Erzgebirges ist diese Gewohnheit noch sichtbar, auch wenn sie heute eher eine regionale Tradition als die allgemeine kirchliche Regel darstellt.

Es wäre daher falsch zu sagen, dass der 2. Februar überall der aktuelle liturgische Endtermin sei. Richtig ist vielmehr: Lichtmess bewahrt eine ältere Tradition, die sich mit dem heutigen Kalender überschneidet, aber nicht vollständig mit ihm identisch ist.

Wann der Weihnachtsbaum wirklich abgeschmückt werden sollte

Für den privaten Haushalt gibt es keinen kirchlich vorgeschriebenen Abbau-Termin. Wer sich am heutigen Kirchenjahr orientiert, räumt den Baum meist nach dem 6. Januar oder nach dem Sonntag der Taufe des Herrn weg. Das ist besonders sinnvoll, wenn der Baum trocken wird oder Nadeln verliert.

Wer die traditionelle Form bevorzugt, kann Krippe und Weihnachtsbaum bis zum 2. Februar stehen lassen. Das passt besonders gut, wenn die Dekoration bewusst als Zeichen der Weihnachtsbotschaft verstanden wird und nicht nur als saisonale Einrichtung.

  • Früher Abbau: sinnvoll bei trockener Heizungsluft, brüchigen Zweigen oder erhöhter Brandgefahr.
  • Abbau am 6. Januar: passend zur verbreiteten Alltags- und Brauchtumspraxis.
  • Abbau am Sonntag danach: entspricht dem heutigen katholischen Weihnachtskalender.
  • Abbau an Lichtmess: eine bewusste Entscheidung für die ältere christliche Tradition.

Bei elektrischen Lichtern würde ich weniger auf ein festes Datum als auf Sicherheit achten. Kabel, Stecker und Leuchten sollten unbeschädigt sein, und echte Kerzen gehören niemals unbeaufsichtigt an den Baum. Ein längeres Fest ist schön, aber Sicherheit geht vor Tradition.

Was in evangelischen und katholischen Gemeinden anders ist

Die Evangelische Kirche in Deutschland hebt Epiphanias am 6. Januar als Abschluss der Weihnachtszeit hervor. Gleichzeitig kennt der evangelische Gottesdienstkalender weitere Sonntage nach Epiphanias, an denen die Weihnachtsbotschaft noch nachklingt. Das zeigt, dass auch innerhalb einer Konfession zwischen Festtag und gesamtem Festkreis unterschieden werden kann.

In der römisch-katholischen Kirche gilt heute gewöhnlich der Sonntag nach Erscheinung des Herrn als Ende der Weihnachtszeit. Gefeiert wird dann die Taufe Jesu im Jordan. Inhaltlich verschiebt sich der Blick von der Geburt im Stall zum Beginn seines öffentlichen Wirkens.

Für Besucher eines Gottesdienstes ist diese Differenz meist leicht zu erkennen. Die Krippe kann am 6. Januar noch vollständig aufgebaut sein, während sie am folgenden Sonntag abgebaut wird. In anderen Gemeinden bleibt sie wegen örtlicher Gewohnheiten länger stehen. Die konkrete Praxis entscheidet die Gemeinde, nicht allein die Dekoration im Kirchenraum.

Ich halte es deshalb für wenig sinnvoll, Familien wegen ihres Termins zu beurteilen. Wer den Baum am 27. Dezember entfernt, missachtet nicht automatisch Weihnachten. Wer ihn bis Lichtmess stehen lässt, handelt nicht automatisch rückständig. Entscheidend ist, ob die Form zum eigenen Glauben, zur Familie und zur jeweiligen Gemeindetradition passt.

Ein guter Abschied von der Weihnachtszeit

Für die meisten Menschen endet Weihnachten praktisch zwischen dem 6. und 13. Januar. Kirchlich ist der Sonntag nach dem 6. Januar heute der wichtigste Orientierungspunkt, während Epiphanias und Lichtmess je nach Tradition ebenfalls als Abschluss gelten.

Ich würde die Entscheidung nicht an einem vermeintlich einzig richtigen Datum festmachen. Ein bewusstes Abschmücken, ein letzter Gottesdienstbesuch oder ein kurzer Moment des Dankes kann helfen, die Weihnachtsbotschaft in den Alltag mitzunehmen. So endet die festliche Zeit nicht abrupt, sondern bekommt einen sinnvollen Übergang in das neue Jahr.

Häufig gestellte Fragen

In der römisch-katholischen Liturgie endet sie meist am Sonntag nach dem 6. Januar mit dem Fest der Taufe des Herrn. Dieser Sonntag kann zwischen dem 7. und 13. Januar liegen. In vielen evangelischen Gemeinden gilt bereits Epiphanias am 6. Januar als wichtiger Abschluss.

Der 6. Januar wird als Epiphanias oder Heilige Drei Könige gefeiert. Im Mittelpunkt stehen die Sterndeuter aus dem Morgenland, die Jesus als besondere Gestalt erkennen. Deshalb ist dieser Tag für viele Familien der natürliche Zeitpunkt, den Baum abzuschmücken und die Krippe wegzuräumen.

Mariä Lichtmess, offiziell Darstellung des Herrn, liegt 40 Tage nach Weihnachten. Das Fest erinnert an die Darstellung Jesu im Tempel und ist mit Kerzenweihe und Lichterprozessionen verbunden. Historisch galt der 2. Februar als Ende der Weihnachtszeit, heute ist er vor allem ein regional gepflegter traditioneller Schlusspunkt.

Ein verbindlicher kirchlicher Termin besteht für Privathaushalte nicht. Üblich ist der Abbau zwischen dem 6. und 13. Januar, passend zu Epiphanias oder dem Sonntag der Taufe des Herrn. Wer der älteren Tradition folgt, kann Baum und Krippe bis zum 2. Februar stehen lassen, sollte bei trockenen Zweigen oder erhöhter Brandgefahr aber früher handeln.

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Erhard Bernhardt

Erhard Bernhardt

Mein Name ist Erhard Bernhardt und ich schreibe seit 7 Jahren über christliche Kultur, Glauben und Gemeinschaft. Mein Interesse an diesen Themen entwickelte sich schon früh, als ich begann, die tieferen Fragen des Lebens und des Glaubens zu erforschen. Es fasziniert mich, wie der Glaube Menschen verbindet und Gemeinschaften stärkt. In meinen Texten konzentriere ich mich darauf, komplexe Themen verständlich zu machen und aktuelle Entwicklungen in der christlichen Kultur zu beleuchten. Dabei lege ich großen Wert auf sorgfältige Recherche und die Überprüfung von Quellen, um sicherzustellen, dass meine Leserinnen und Leser stets gut informierte und präzise Informationen erhalten. Mein Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Fragen gestellt und Antworten gefunden werden können, und ich freue mich darauf, meine Perspektiven und Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen.

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