Der zweite Advent ist der Punkt im Dezember, an dem die Adventszeit für viele erst richtig sichtbar wird: Die zweite Kerze brennt, in den Gemeinden wird der Blick nach innen ruhiger, und zuhause mischen sich Vorbereitung, Tradition und erste Nikolausmomente. Für 2026 lässt sich das Datum klar benennen: Es ist der 6. Dezember, also ein Sonntag mit besonderem Gewicht im Kirchenjahr. Ich ordne den Termin ein und zeige, welche Symbole und Bräuche in Deutschland dazu gehören.
Die kurze Antwort zum zweiten Advent 2026
- Datum: Sonntag, 6. Dezember 2026.
- Einordnung: immer der zweite Sonntag im Advent, also eine Woche nach dem ersten Advent.
- Kirchlich: wichtiger Adventssonntag, aber in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag.
- Symbol: Am Adventskranz wird die zweite Kerze entzündet.
- Besonderheit 2026: Der zweite Advent fällt auf den Nikolaustag.
Der zweite Advent 2026 liegt auf dem 6. Dezember
Die Antwort auf die Datumsfrage ist in diesem Jahr einfach: Der zweite Advent fällt 2026 auf Sonntag, den 6. Dezember. Das liegt daran, dass der Advent immer mit dem ersten Adventssonntag beginnt und der zweite Advent genau eine Woche später folgt. Der 1. Advent liegt 2026 auf dem 29. November, sodass der 6. Dezember automatisch zum zweiten Advent wird.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wann ist der zweite Advent 2026? | Am Sonntag, 6. Dezember 2026. |
| Ist das ein gesetzlicher Feiertag? | Nein, in Deutschland nicht. |
| Was ist an diesem Datum besonders? | Es fällt 2026 auf Nikolaus. |
Gerade weil sich der Termin jedes Jahr verschiebt, ist diese einfache Regel wichtig: Der zweite Advent ist nie ein festes Kalenderdatum, sondern immer ein beweglicher Sonntag. Von dort aus ist der Schritt zur Bedeutung des Tages kurz, denn im Advent zählt nicht nur der Termin, sondern auch das, wofür er steht.
Was der zweite Advent im Kirchenjahr bedeutet
Im kirchlichen Sinn ist der zweite Advent kein bloßer Zwischenstopp auf dem Weg zu Weihnachten. Die EKD beschreibt diesen Sonntag als einen Tag, an dem die Wiederkunft Christi im Blick steht. Damit bleibt der Advent nicht nur eine warme Vorbereitungszeit, sondern auch eine geistliche Haltung des Wartens, der Wachsamkeit und der Hoffnung.
Das ist ein wichtiger Akzent, weil Advent oft auf Kerzen, Gebäck und Termine verkürzt wird. Natürlich gehören diese Dinge dazu, aber theologisch geht es tiefer: Christinnen und Christen erinnern sich nicht nur an die Geburt Jesu, sondern erwarten auch Gottes Zukunft. Der zweite Advent lenkt den Blick deshalb nach vorn und hält die Spannung zwischen Verheißung und Erfüllung bewusst offen.
Auch Katholisch.de betont am zweiten Advent das Warten und die Umkehr. Das passt gut zur Grundstimmung dieses Sonntags: nicht hektisch werden, sondern sich neu ausrichten. Genau daraus ergeben sich die sichtbaren Zeichen am Adventskranz und in den Gemeinden.
Adventskranz, Kerzen und die Zeichen des Wartens

Am Adventskranz wird der zweite Advent sofort sichtbar: Die zweite Kerze wird entzündet. Viele Familien und Gemeinden halten sich dabei an die vertraute Folge von vier Kerzen, die Woche für Woche dazukommen. Das Licht wächst also nicht auf einen Schlag, sondern Schritt für Schritt. Diese kleine Dynamik ist kein Dekorationsdetail, sondern ein starkes Bild für den Advent selbst.
In vielen evangelischen und katholischen Gemeinden sind die Kerzen violett oder dunkelrotviolett gehalten; am dritten Advent taucht je nach Tradition oft eine rosafarbene Kerze auf. Die Farbgebung ist nicht nur Schmuck, sondern Teil der liturgischen Sprache: Sie signalisiert Besinnung, Erwartung und eine gewisse Zurückhaltung. Wer den zweiten Advent bewusst feiert, merkt schnell, dass diese Farbe Haltung schafft.
Der Adventskranz funktioniert dabei wie ein sichtbarer Taktgeber. Erst eine Kerze, dann zwei, dann drei, dann vier. Das wirkt schlicht, aber gerade diese Einfachheit trägt. Sie macht den Weg bis Weihnachten greifbar, ohne ihn künstlich zu beschleunigen. Im Alltag ist genau das oft der größte Wert dieses Sonntags: Er erinnert daran, dass Vorfreude Zeit braucht.
Von diesen Zeichen ist der Schritt zu den Bräuchen nicht weit, denn der zweite Advent lebt in Deutschland nicht nur in Kirchen, sondern auch in Küchen, Wohnzimmern und auf den Plätzen der Städte.
So wird der Sonntag in Deutschland erlebt
In Deutschland ist der zweite Advent in erster Linie ein kirchlich geprägter Sonntag, aber er ist längst auch Teil des familiären Adventsalltags. Viele besuchen am Vormittag einen Gottesdienst, zünden zuhause die zweite Kerze an und nehmen sich am Nachmittag bewusst etwas mehr Ruhe. Das ist kein festes Ritual, eher ein Muster, das in vielen Haushalten wiederkehrt.
- In der Kirche steht die Adventsmeditation im Mittelpunkt, oft mit Musik, Lesungen und Gebet.
- Zuhause wird häufig der Adventskranz in den Mittelpunkt gerückt, oft zusammen mit Kaffee, Kuchen oder einem ruhigen Frühstück.
- In manchen Familien kommt der Nikolaustag als zweiter Bezugspunkt dazu, weil er 2026 auf denselben Sonntag fällt.
- Auf Weihnachtsmärkten und in Innenstädten bleibt der Advent sichtbar, auch wenn der Sonntag selbst kein Feiertag ist.
Gerade die Kombination mit Nikolaus macht den 6. Dezember 2026 interessant. Das ist praktisch, weil beide Anlässe leicht miteinander verbunden werden, aber sie sind nicht dasselbe: Nikolaus ist der Gedenktag des Heiligen Nikolaus, der zweite Advent ist ein Sonntag des Kirchenjahres. Diese Unterscheidung wirkt klein, hilft aber dabei, den Tag nicht nur als Konsumtermin zu behandeln.
In der Praxis funktioniert der zweite Advent am besten, wenn er nicht überladen wird. Ein Gottesdienst, eine Kerze, vielleicht ein Besuch bei der Familie und ein kurzer Moment der Stille reichen oft völlig aus. Genau diese Mischung macht den Sonntag für viele Menschen so anschlussfähig, auch wenn sie den Advent sonst nur lose mit Kirche verbinden.
Was ich mir für diesen Adventssonntag merke
Wenn ich den zweiten Advent knapp auf den Punkt bringen soll, dann so: Er ist ein Sonntag des Lichts, des Wartens und der inneren Ordnung. Wer nur das Datum wissen will, hat mit dem 6. Dezember 2026 eine klare Antwort. Wer mehr mitnimmt, erkennt darin einen Tag, der Weihnachten näher rücken lässt, ohne die Adventszeit zu überstürzen.
- Der zweite Advent ist keine Nebensache, sondern ein eigener Abschnitt im Kirchenjahr.
- Die zweite Kerze am Adventskranz steht für ein Wachsen des Lichts.
- 2026 fällt der Sonntag auf Nikolaus und ist dadurch im Familienalltag besonders präsent.
- Am meisten gewinnt der Tag, wenn er bewusst ruhig bleibt und nicht in Vorweihnachtshektik kippt.
So bleibt der zweite Advent mehr als ein Datum im Kalender: Er verbindet christliche Erwartung, deutsche Adventskultur und einen sehr konkreten Moment im Dezember, an dem Licht und Besinnung zusammengehören.